Bremer Friedenspreisträgerin 2024 besucht die Lerche: Ein leuchtendes Vorbild für den Frieden

Juni 20, 2024

Die diesjährige Bremer Friedenspreisträgerin, Maria Biedrawa, wurde kürzlich feierlich in der Hansestadt Bremen empfangen und besuchte auch die Oberschule an der Lerchenstraße. Die renommierte Friedensaktivistin wurde für ihr unermüdliches Engagement und ihre weltweit anerkannte Arbeit im Bereich der sozialen Gerechtigkeit ausgezeichnet.

Maria Biedrawa setzt sich mit großem persönlichen Einsatz für Frieden auf dem afrikanischen Kontinent ein. Seit 20 Jahren ist sie als Sozialpädagogin in verschiedenen afrikanischen Ländern ehrenamtlich tätig. Ihre Arbeit umfasst drei wesentliche Bereiche:

  1. Traumabegleitung: Sie hilft Menschen, die durch Konflikte und Gewalt traumatisiert sind, ihre Erlebnisse aufzuarbeiten, um Kooperation und gesellschaftliches Zusammenleben zu ermöglichen.
  2. Konfliktprävention: Biedrawa bietet Ausbildungen in Gewaltfreiheit an, wie beispielsweise im Südsudan 2016, wo sie junge Erwachsene unterstützte, die zuvor weder Frieden noch Gerechtigkeit erlebt hatten.
  3. Interreligiöse Begegnung: Aus tiefem persönlichen Glauben heraus fördert sie die interreligiöse Zusammenarbeit und zeigt dabei großen Respekt für andere Religionen. Ihre Arbeit trägt zur religiösen und gesellschaftlichen Stärkung in den Gemeinschaften bei.

Ein zentraler Aspekt ihrer Arbeit ist die Einbeziehung der einheimischen Bevölkerung. Sie initiiert Prozesse und bildet lokale Teams aus, um die Friedensarbeit nachhaltig zu gestalten. Durch Kooperationen vor Ort hat sie ein verlässliches Netzwerk aufgebaut.

Während ihres Besuchs an der Oberschule an der Lerchenstraße hielt Biedrawa einen fesselnden Vortrag und leitete einen Workshop, in dem die Schüler:innen der gymnasialen Oberstufe intensive Erfahrungen sammelten.

Die Schule hat bereits zum dritten Mal eine:n Träger:in des Bremer Friedenspreises begrüßen dürfen und freut sich auf weitere inspirierende Begegnungen.

JD