Aktuelle Hinweise:

„Mathe sicher können“ stärkt Grundlagen, Vertrauen und Bildungschancen
Die Oberschule an der Lerchenstraße wird als MSK-Schule zertifiziert. Die Lenkungsgruppe des Landesprogramms Mathematik hat einstimmig beschlossen, die Schule für ihr besonderes Engagement bei der nachhaltigen Einführung und Umsetzung des Programms „Mathe sicher können“ auszuzeichnen.
Die Zertifizierung würdigt eine Entwicklung, die für viele Schüler:innen von großer Bedeutung ist. Mathematik ist ein Fach, in dem Inhalte stark aufeinander aufbauen. Wenn grundlegende Vorstellungen fehlen, entstehen schnell Lücken, die später schwer aufzuholen sind. Dann geht es nicht nur um einzelne Rechenaufgaben, sondern um Selbstvertrauen, Lernmotivation und Bildungschancen.
Das Programm „Mathe sicher können“ setzt genau hier an. Es unterstützt Schulen dabei, mathematische Basiskompetenzen systematisch zu fördern. Im Mittelpunkt steht nicht das schnelle Abarbeiten von Aufgaben, sondern echtes Verstehen: Was bedeuten Zahlen? Wie hängen Mengen, Operationen und Darstellungen zusammen? Warum funktioniert ein Rechenweg? Wie kann ein mathematischer Zusammenhang anschaulich gemacht werden?
Gerade diese Anschaulichkeit ist entscheidend. Viele Schüler:innen profitieren davon, wenn Mathematik nicht nur abstrakt erklärt wird, sondern über Materialien, Darstellungen, Gespräche und eigene Denkwege zugänglich wird. So können Grundlagen erneut aufgebaut, Unsicherheiten abgebaut und mathematische Vorstellungen gefestigt werden.
Die Zertifizierung als MSK-Schule ist deshalb mehr als ein formaler Schritt. Sie steht für eine pädagogische Haltung: Schüler:innen sollen nicht auf ihre Lücken reduziert werden. Sie sollen die Chance bekommen, Mathematik zu verstehen, Fragen zu stellen, Sicherheit zu gewinnen und wieder Zutrauen in das eigene Denken zu entwickeln.
Das ist auch eine Frage von Chancengerechtigkeit. Mathematische Kompetenzen sind für viele Bildungswege wichtig – nicht nur im Mathematikunterricht, sondern auch in den Naturwissenschaften, in Technik, Wirtschaft, Alltag und Beruf. Wer mathematische Zusammenhänge versteht, kann Probleme strukturieren, logisch denken, Informationen prüfen und Lösungen entwickeln. Damit ist Mathematik ein wichtiger Bestandteil von MINT-Bildung und zugleich eine Grundlage für gesellschaftliche Teilhabe.
Die Zertifizierung findet am Mittwoch, 3. Juni 2026, im Rahmen des Abschlussfachtages der aktuellen MSK-Qualifizierung im LIS-Forum statt. Besonders erfreulich ist, dass die Zertifizierung durch Bildungssenator Mark Rackles vorgenommen wird. Damit wird der besondere Wert des MSK-Programms innerhalb des Landesprogramms Mathematik und der Bremer Qualitätsoffensive hervorgehoben.
Die Oberschule an der Lerchenstraße freut sich sehr über diese Anerkennung. Sie gilt den beteiligten Lehrkräften, den Fachverantwortlichen und allen, die sich dafür einsetzen, Mathematik verständlicher, zugänglicher und gerechter zu vermitteln.
Die Zertifizierung zeigt: Nachhaltige Schulentwicklung beginnt dort, wo genau hingeschaut wird. Welche Grundlagen brauchen unsere Schüler:innen? Welche Förderung hilft wirklich? Wie können wir Unterricht so gestalten, dass mehr Kinder und Jugendliche mathematische Inhalte verstehen?
Für die Oberschule an der Lerchenstraße ist die Antwort klar: Mathematik soll kein Ausschlussfach sein. Mathematik soll ein Fach sein, in dem Schüler:innen erleben können, dass Denken wächst, wenn man Zeit, Unterstützung und passende Zugänge bekommt.
Wer beim Wettbewerb „Jugend debattiert“ erfolgreich sein will, braucht weit mehr als eine feste Meinung. Gefordert sind Sachkenntnis, Ausdrucksvermögen, Gesprächsfähigkeit und die Bereitschaft, auch ungewohnte Perspektiven ernsthaft zu vertreten. In mehreren Wettbewerbsrunden – vom Schul- über den Regional- bis hin zum Landesentscheid – messen sich Schülerinnen und Schüler in strukturierten Debatten. Bewertet werden Klarheit im Argument, Fairness im Umgang miteinander und die Fähigkeit, komplexe Fragen differenziert zu beleuchten.
Dass dieser Wettbewerb weit über ein Rededuell hinausgeht, zeigt sich jedes Jahr aufs Neue. Die Teilnehmenden setzen sich intensiv mit aktuellen politischen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander, prüfen die rechtliche Ausgangslage, analysieren Zielkonflikte und entwickeln tragfähige Lösungsansätze. Dabei gilt es, ruhig zu bleiben – selbst dann, wenn man eine Position vertreten muss, die nicht der eigenen Überzeugung entspricht. Gerade dieser Perspektivwechsel ist Kern des Formats: Argumentieren heißt hier, verstehen wollen.
In diesem Jahr hat sich mit Sophie Rutke aus der Klasse 24b eine Schülerin unserer Schule für das Landesfinale am 20. März in der Bremischen Bürgerschaft qualifiziert. Ihr Weg dorthin steht beispielhaft für das, was „Jugend debattiert“ auszeichnet: sorgfältige Vorbereitung, analytische Tiefe und eine klare, strukturierte Argumentationsweise. Der Wettbewerb fördert jedoch nicht nur fachliche Kompetenzen. Viele Teilnehmende berichten, dass sie durch das Debattieren deutlich selbstbewusster auftreten, sicherer vor Publikum sprechen und lernen, unterschiedliche Meinungen als Bereicherung zu begreifen. Argumente werden nach klaren Prinzipien aufgebaut, Einwände konstruktiv aufgenommen, Gespräche zielorientiert geführt. So entsteht eine Gesprächskultur, die weit über den Wettbewerbstag hinaus Wirkung entfaltet.
Für unsere Schule ist die aktuelle Qualifikation ein besonderer Moment. Bereits zum zweiten Mal stellen wir Bremens beste Vertreterinnen und Vertreter für das Bundesfinale in Berlin. Darauf sind wir stolz. Es ist ein Zeichen für die kontinuierliche Arbeit an sprachlicher Bildung, demokratischer Haltung und argumentativer Klarheit.
„Jugend debattiert“ zeigt eindrucksvoll, wie lebendig Demokratie sein kann, wenn junge Menschen lernen, respektvoll zu streiten und Verantwortung für das eigene Wort zu übernehmen. Dass wir als Lerche erneut auf Bundesebene vertreten sind, erfüllt uns mit großer Freude – und mit berechtigtem Stolz.
Unter diesem Leitgedanken organisierte die Anti-Rassismus-AG erstmals eine besondere Sendewoche an unserer Schule: Mit ihrem einwöchigen Radioprojekt Aid against Hate setzte sie ein klares Zeichen für mehr Respekt, Engagement und Zusammenhalt im Schulalltag – ein Impuls, der in vielfältigen und demokratischen (Schul-)Gemeinschaften unverzichtbar ist.
Im Verlauf der Woche griff das Schulradio – täglich eingeleitet durch einen von Herrn Ascher komponierten Jingle – gezielt Themen auf, die im Alltag vieler Schüler*innen eine bedeutende Rolle spielen. Jeder Tag beleuchtete dabei einen eigenen Schwerpunkt: Am Montag stand Rassismus im Fokus, am Dienstag die Angst vor dem Unbekannten, am Mittwoch Cybermobbing, am Donnerstag Stereotype bzw. Vorurteile und am Freitag der Themenschwerpunkt Queerfeindlichkeit – mit einem Gastbeitrag von Frau Kolano von der AG Bunte Lerche.
Neben den Informationen zu den Themen und den in die Beiträge eingebundenen Zitaten, bildete die tägliche Challenge den Abschluss jedes Radiobeitrags. Diese Impulse zielten darauf ab, die Thematik des Tages auch im real life umzusetzen. So wurde die Schulgemeinschaft beispielsweise dazu ermutigt, Komplimente in verschiedenen Sprachen zu lernen und bewusst weiterzugeben sowie durch einfache Gesprächsanlässe – etwa Fragen nach der Lieblingsmusik – gezielt auf bislang weniger bekannte Mitschüler*innen zuzugehen. Auf diese Weise schuf das Radioprojekt nicht nur Raum für Information und Sensibilisierung, sondern förderte zugleich ganz praktisch Offenheit, Empathie und den Austausch untereinander.
Und genau das ist es, was man sich aus einer diskriminierungskritischen Perspektive auf Schulentwicklung immer wieder vergegenwärtigen muss: Eine lebenswerte Schule kann nur dort entstehen, wo Menschen einander zuhören, füreinander einstehen und Vielfalt als Stärke begreifen – ganz im Sinne des Projektmottos:
„Liebe, Digga, Liebe.“
Von Ruken Günay
Am 8. März wurde unser Schulhof zur Leinwand: Mädchen, Jungen, Lehrerinnen und Lehrer griffen gemeinsam zur Kreide, um ein Zeichen zu setzen. Mit bunten Botschaften und kreativen Zeichnungen feierten wir den Internationalen Frauentag. Ein starkes Symbol unserer Schulgemeinschaft für Gleichberechtigung und Respekt



Am Safer Internet Day hat sich unsere Schule mit zentralen Fragen rund um Mediennutzung, Datenschutz und respektvollen Umgang im Netz beschäftigt. In verschiedenen Klassen wurden Themen wie Cybermobbing, Fake News und Datensicherheit aufgegriffen und diskutiert.
Besonders gelungen waren die Beiträge des Kunst-Profils von Frau Minkenberg. Die Schülerinnen und Schüler gestalteten Infografiken, in denen sie Daten und Fakten zur Internetnutzung anschaulich aufbereiteten. Dabei entstanden klare, gut strukturierte Arbeiten, die zeigen, wie komplexe Inhalte verständlich und visuell ansprechend dargestellt werden können.
Die besten Ergebnisse werden im Schulgebäude ausgestellt und stießen auf Interesse. Sie machen deutlich, dass Medienbildung nicht nur im Gespräch, sondern auch kreativ und reflektiert umgesetzt werden kann.

Ein herzlicher Dank für die engagierte Arbeit und die überzeugenden Ergebnisse.






