Bunte Lerche
Als „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und UNESCO Projektschule stehen wir für Vielfalt, Respekt und ein wertschätzendes Miteinander.
Moderne Lerche
Moderne Lernräume, digitale Möglichkeiten und neue Unterrichtsformen schaffen Raum für zeitgemäßes und selbstständiges Lernen.
Vielfältige Lerche
Ob Projektlernen, Profile oder besondere Lernangebote – an der Lerche können Schüler:innen ihre Stärken bis zum Abitur entdecken und entwickeln.
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Neuigkeiten aus dem Schulleben:

Die Klasse 8C der Oberschule an der Lerchenstraße von Marianne Rösemann nimmt am diesjährigen Bremen Global Championship – einem entwicklungspolitischem Fußballturnier – teil. Das Turnier, das in diesem Jahr zum 10. Mal im Sportgarten stattfindet, wird u.a. von Brot für die Welt, UNICEF, dem BUND und dem Bremer Jugendring organisiert und durchgeführt.
Neben sportlichen Ereignissen geht es in 2018 um das umwelt- und entwicklungspolitische Thema „Planet Wasser“.
Da wir bei der Auftaktveranstaltung das Land „Deutschland“ zugelost bekamen, war es unsere Aufgabe, uns mit dem Thema „Planet Wasser“, bezogen auf Deutschland auseinander zu setzen. Beim Gang über den Schulhof fiel uns auf, dass überall Plastikflaschen herum liegen. Wir haben ausgerechnet, dass an unserer Schule pro Tag ungefähr 900 Plastikflaschen verbraucht werden. Das sind pro Woche ca. 4.500 Plastikflaschen, also jährlich kommen wir auf ca. 170.000 Plastikflaschen allein an unserer Schule! Eine schockierende Menge.
Das Ergebnis hat uns so schockiert, dass wir uns mit dem Thema Plastikmüll tiefer auseinander gesetzt haben. So haben wir zum Beispiel Filme gefunden, die auf drastische Weise demonstrieren, wie stark unsere Meere mit Plastikmüll verschmutzt sind:
Eines ist uns klar geworden: So kann es nicht weitergehen! Wir ersticken in Plastikmüll und schauen einfach nur zu!
Fortan hat uns die Frage beschäftigt, wie wir als Schüler einen Beitrag leisten können, weniger Plastikmüll zu produzieren.
Wir entwickelten die Idee, einen Wasserspender an unserer Schule aufzustellen, an dem jeder seine eigene Flasche immer wieder auffüllen kann und somit jeder Einzelne damit eine Reduzierung der Plastikflaschen erreichen kann.

Wir wollen den von uns verursachten Plastikflaschenmüll halbieren! Um Schüler, Lehrer und Schulleitung für unsere Idee des Wasserspenders zu begeistern, haben wir einen Vormittag lang Klassen eingeladen, unseren Infostand zu besuchen. Mit Hilfe von Plakaten und Filmen haben wir hier auf das Plastikproblem aufmerksam gemacht.
Außerdem konnten alle an einem von uns erstellten Quiz teil nehmen und so einige überraschende und schockierende Erkenntnisse zum Plastikproblem in Deutschland gewinnen. Wenn du möchtest, kannst du dir das Quiz hier herunterladen hier herunterladen und es einmal selbst ausprobieren!
Viele Klassen unserer Schule kamen, um sich die Präsentation unsere Ergebnisse anzusehen. Im Anschluss haben wir knapp vierhundert Unterschriften von Schülern, Lehrern und Betreuern für die Errichtung eines Wasserspenders eingesammelt.
An Willen herrscht also kein Mangel – Schulleiterin Frau Addicks-Fitschen fand unsere Idee hervorragend und hat uns Tipps gegeben, wo und wie wir die benötigten 3.000 € Spenden zusammen bekommen. Damit wollen wir gleich im neuen Schuljahr beginnen.
Anfang Mai besuchte der Bundestagsabgeordnete Uwe Schmidt (SPD) die OS Lerchenstraße und diskutierte mit rund 100 SchülerInnen unserer Oberstufe. Anlass war der bevorstehende Europatag – dementsprechend sollte sich die Veranstaltung auch besonders auf Fragen und aktuelle Herausforderungen im Zusammenhang mit der EU beziehen. Moderiert wurde die Veranstaltung von SchülerInnen des Profils Globale Vernetzung und Logistik der E-Phase.
Die gut vorbereiteten SchülerInnen nahmen die Gelegenheit für den argumentativen Austausch mit einem Profipolitiker dankend an und setzten durch ihre zahlreichen Fragen verschiedene thematische Schwerpunkte. Neben Themen mit internationaler Bedeutung wurde auch über Herausforderungen des Populismus und – passend zum aktuellen Abiturthema im Fach Politik – über Fragen der sozialen Ungleichheit und Armut gesprochen. Die Lerchen-SchülerInnen erwiesen sich dabei als gut informierte und kritische DiskussionspartnerInnen. Vor diesem Hintergrund forderte unser Gast aus dem Bundestag die Jugendlichen dazu auf, sich aktiv in die Politik einzubringen und machte abschließend deutlich, dass die junge Generation hier zwar vor großen Aufgaben stehe, er ihr aber gleichzeitig eine aktive Rolle im Hinblick auf deren Lösung zutraue.
«Добро пожаловать!» – „Herzlich Willkommen!“ hieß es vom 09. bis zum 16. April wieder an unserer Schule: 12 russische Austauschschüler im Alter von 15 bis 18 Jahren und zwei Lehrerinnen aus der Mittelschule Nr. 356 in St. Petersburg besuchten unsere Schule und waren bei Schülern aus dem 9. Jahrgang und der Oberstufe zu Gast. Nach einem Besuch der Lerchenschüler im September 2017 in St. Petersburg mit einem tränenreichen Abschied war das nun der mit Aufregung erwartete Gegenbesuch.
Neben dem Kennenlernen der hiesigen Kultur in den Familien sowie bei gemeinsamen Ausflügen und dem Erleben eines typischen deutschen Schulalltages stand die gemeinsame Arbeit an dem Projektthema „Flucht – Erfahrungen und Hintergründe“ im Mittelpunkt der Begegnung. Seit der „Flüchtlingskrise“ 2015 berichten Russische Medien viel über Deutschlands Probleme mit Flüchtlingen. Somit ist es im Vorfeld des Besuchs zu einigen Fragen besorgter russischer Eltern gekommen: Ist es in Deutschland unsicher geworden? Muss man vor Übergriffen durch Migranten Angst haben? Diese Fragen gaben den Anstoß für das Projektthema: Gemeinsam untersuchten die deutschen und russischen Schüler die aktuelle Situation von Flüchtlingen in Deutschland und ganz konkret in Bremen und Bremen Nord. Aufgeteilt in Gruppen beschäftigten sich die Schüler mit den Fragen, was die Menschen vertrieben hat, wie sie geflohen sind, ob sie Asyl bekommen haben und wo und wie die geflüchteten Menschen in Bremen leben.
Die Schüler gingen gemeinsam auf Entdeckungsreise: Sie recherchierten in unterschiedlichen Medien. Sie klärten in Gesprächen mit Ortsamtsleiter Dornstedt, Vertretern der Bremer Politik, Vertretern von Bremer Flüchtlingsinitiativen und der Bremer Polizei ihre Fragen. Im Bremerhavener Klimahaus informierten sie sich über den Zusammenhang von Klimawandel und Flucht. In der Erstaufnahmeeinrichtung von Flüchtlingen in Bremen-Nord und in verschiedenen Übergangswohnheimen bekamen sie einen Einblick in die Lebenssituation von Flüchtlingen und konnten mit Flüchtlingsfamilien sprechen. Im Hamburger Auswanderermuseum Ballin-Stadt bekamen sie einen Einblick in die Ein- und Auswanderergeschichte verschiedener Epochen bis heute.
Die Freundschaft zwischen den deutschen und russischen Schülern ist dabei mit jedem Tag gewachsen, genauso wie die Freude über jede Hürde, die durch die Sprache überwunden werden konnte. Aus diesem Grunde blieben auch beim Abschied am Bremer Hauptbahnhof die Tränen nicht ganz aus.
Der Stiftung Deutsch-Russischer Jugendaustausch danken wir für die finanzielle Unterstützung unseres Projekts.
Mehr über das Fach Russisch an der Lerchenstraße findet ihr / finden Sie hier!
