Große Erfolge beim 73. Europäischen Wettbewerb

Juni 29, 2026

Schülerinnen der Oberschule an der Lerchenstraße gewinnen Bundes- und Landespreise

Die Oberschule an der Lerchenstraße freut sich über herausragende Erfolge beim 73. Europäischen Wettbewerb. Unter dem Motto „Dein Europa: Recht, Respekt – Realität?!“ setzten sich Schülerinnen der Schule kreativ, kritisch und sehr reflektiert mit zentralen europäischen Fragen auseinander. Im Mittelpunkt standen in diesem Jahr Menschenrechte, Freiheit, Verantwortung, gesellschaftlicher Zusammenhalt und die Frage, wie junge Menschen Europa aktiv mitgestalten können.

Mit ihren künstlerischen, musikalischen und spielerischen Beiträgen überzeugten die Schülerinnen auf Landes- und Bundesebene. Ihre Arbeiten zeigen eindrucksvoll, dass politische Bildung, Kreativität und persönliche Haltung eng miteinander verbunden sein können.

Eine besonders herausragende Auszeichnung erhielt Lotte Witthus mit ihrem Kunstwerk „Im Schatten der Selbstverständlichkeit“. Sie gewann einen Bundespreis in Form eines Reisepreises – und gehört damit zu den nur 16 Bundespreisträgerinnen und Bundespreisträgern des diesjährigen Europäischen Wettbewerbs. Angesichts von rund 75.000 Einsendungen aus ganz Deutschland ist diese Auszeichnung ein außergewöhnlicher Erfolg und unterstreicht die hohe Qualität sowie die eindrucksvolle Aussagekraft ihrer Arbeit.

In ihrem Beitrag setzte sich Lotte mit dem Thema „Deine Rechte, deine Stimme! – 75 Jahre Europäische Menschenrechtskonvention“ auseinander. Ihr Werk zeigt eine menschliche Silhouette in unterschiedlichen Blautönen, die für Europa und die schützende Wirkung der Menschenrechte stehen. Die Besonderheit liegt in der künstlerischen Umsetzung: Die Artikel der Europäischen Menschenrechtskonvention sind nur unter UV-Licht sichtbar. Erst wer gezielt mit einer Schwarzlichtlampe nach ihnen sucht, kann die verborgenen Texte erkennen. Damit macht Lotte deutlich, dass Menschenrechte zwar ständig präsent sind und unser Leben schützen, im Alltag jedoch häufig als selbstverständlich wahrgenommen werden. Sichtbar werden sie oft erst dann, wenn wir genauer hinschauen, ihre Bedeutung bewusst reflektieren oder erleben, dass sie gefährdet sind.

Ebenfalls ausgezeichnet wurden Lenja Hecker, Liino Haase, Inessa Heinz und Marijke Minor. Sie gewannen mit ihrem selbst geschriebenen und produzierten Song „Freiheit“ den 1. Landespreis. Ausgangspunkt ihrer Arbeit war die Wettbewerbsaufgabe „Die Gedanken sind frei … oder etwa nicht?“. In ihrem Song setzen sich die Schülerinnen mit Manipulation, sozialem Druck und dem Einfluss sozialer Medien auseinander. Text und Musik greifen die Frage auf, wie frei unsere Gedanken tatsächlich sind und wie wichtig es ist, die eigene Meinung zu bewahren. Die Schülerinnen schrieben nicht nur den gesamten Songtext selbst, sondern spielten auch alle Instrumente eigenständig ein und produzierten die Aufnahme gemeinsam. Entstanden ist ein eindringliches Musikstück, das zum Nachdenken anregt und eine starke Botschaft für Selbstbestimmung, Meinungsfreiheit und innere Unabhängigkeit vermittelt.

Einen weiteren großen Erfolg erzielten Dilek Bicis, Melek Bicis, Leonie Röge und Zümra Cekic. Sie gewannen mit ihrem selbst entwickelten Brettspiel den 2. Landespreis. Unter dem Titel „Heißer Planet – schrumpfende Rechte?“ beschäftigten sie sich mit der Verbindung von Klimawandel und Menschenrechten. Ihr Beitrag zeigt, wie Umweltveränderungen grundlegende Rechte beeinflussen können – etwa den Zugang zu Wasser, Nahrung, Gesundheit und Sicherheit. Die Schülerinnen entschieden sich bewusst für die Form eines Brettspiels, um komplexe Zusammenhänge spielerisch, anschaulich und verständlich darzustellen. In dem für vier Personen entwickelten Spiel erleben die Teilnehmenden, wie unterschiedliche Entscheidungen positive oder negative Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft haben können. Zugleich wird deutlich, dass bereits kleine Handlungen dazu beitragen können, eine gerechtere und klimafreundlichere Zukunft mitzugestalten.

Die ausgezeichneten Beiträge machen sichtbar, wie intensiv sich junge Menschen mit den großen Fragen unserer Zeit auseinandersetzen. Sie zeigen Haltung, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein – und sie verdeutlichen, dass Europa nicht nur ein politischer Raum ist, sondern auch ein gemeinsames Werteversprechen.

Die Schulgemeinschaft der Oberschule an der Lerchenstraße gratuliert allen Preisträgerinnen herzlich zu ihren herausragenden Leistungen. Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen eindrucksvoll, wie kreativ, engagiert und reflektiert sich unsere Schülerinnen mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen auseinandersetzen. Besonders stolz sind wir darauf, dass unsere Schule in Bremen zu den 16 Preisträgerinnen und Preisträgern auf Bundesebene gehört. Dieser Erfolg ist angesichts von rund 75.000 Einsendungen deutschlandweit eine besondere Anerkennung für die Arbeit unserer Schülerinnen und zugleich ein starkes Zeichen für die Qualität der kreativen und gesellschaftspolitischen Bildung an unserer Schule.